Vom Problem mit der Unterhaltungselektronik und ein zweiter Besuch in Gainesville

Veröffentlicht: 12. Oktober 2010 in Allgemein
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Hallo Freunde!

Die Überschrift verrät heute eigentlich schon alles. Ich komme deshalb gleich zu Punkt 1. Geschehen ist das alles vorgestern, also am Montag.

Kim ist seit Tagen wirklich schon damit beschäftigt, seine kleine HD-Cam endlich mal in Griff zu kriegen. Alles fing mit dem Erwerb eines Stückes im „Best Buy“ an, der auch wirklich einen tollen Preis machte. Wir fuhren deswegen extra nach Jacksonville, wohlgemerkt. Einen Tag darauf hatten wir die Cam bei „Wal Mart“ plötzlich nochmal 30 $ günstiger gesehen, worauf wir wieder nach JAX fuhren um das Produkt zurückgeben, und anschließend eben weiter zu Wal Mart. Tags darauf erkannten wir jedoch leider, daß diese Cam einen Fehler hatte und es bei der Aufnahme alle ~30 Sekunden Tonaussetzer gab. Bis wir die wiederum zurückgaben, stellte sich heraus, daß es kein Umtauschprodukt mehr gab. Inzwischen waren wir alle schon ein wenig gereizt, was das Thema Kamera und Elektroladen anging. Wieder zurück bei „Best Buy“ hatten die das Ding auch nicht mehr und wir mussten noch weiter nach JAX Downtown reinfahren, um einen anderen Store aufzusuchen. Dort stand Kim so lange im Gespräch mit dem Verkäufer, bis er sich schlußendlich dazu entschied, eine andere, etwas teurere Cam von SONY zu nehmen. Die ist dafür aber auch besser ausgestattet. Naja, im Namen aller anderen hoffe ich jedenfalls dafür, daß es nach 3x Jacksonville und zurück (mit andern Worten einer knappen Tankfüllung) damit endlich getan ist. Die Kamera ist mal alles in allem gerechnet inzwischen bei einem stolzen Preis angekommen und es wäre wohl besser gewesen, wir hätten uns gleich ’ne Unterkunft in JAX gesucht. 😀

Damit genug und nun zu Punkt 2:

Da uns die Maschinen erst ab mittags zur Verfügung standen, hatten wir Punkt 1 eben vormittags schon erledigt und mussten dann zusehen, rechtzeitig zurück in St. Augustine zu sein, was bis auf 10 mins. Delay auch gelang.

Kurzum stand einfach nochmal Gainesville auf dem Programm, da wir nicht schon wieder nach Palatka wollten, uns das Wetter wegen manch mittelhoher Cu-Wolken jedoch auch nicht evtl. stabil genug erschien, um nun große Experimente zu starten. Zudem hat uns der Platz dort gleich auf Anhieb gut gefallen, die Arrival-Routes sind wirklich schön zu funken und zu fliegen, am Ground läuft alles sehr höflich und serviceorientiert und zudem zahlt man auch hier wie fast überall mal wieder keine Landegebühren. Die Besatzung wurde wieder als Domi und Günther auf der einen sowie Kim und ich auf der anderen Maschine aufgeteilt – es gab so einige lustige (Funk-) Geschichten auf diesem Weg zu vermelden und so überlegen wir inzwischen schon, neben dem Picture auch ein Video und einen Funkspruch of the day zu veröffentlichen. Was haltet ihr von dieser Überlegung?

In Gainesville hat es zwei Bahnen, eine lange mit 11-29 und eine kurze schmale mit 07-25 Ausrichtung, die sich an einem Ende somit überschneiden. Normalerweise werden hier Touch&Goes (T&G, bedeutet Aufsetzen mit direktem Durchstarten) immer auf der 07-25 geflogen, da die große 11-29 vorwiegend für den zivilen Luftverkehr zur Verwendung kommt. Da zum Zeitpunkt unseres Anfluges aber gerade wenig los war, erbittete ich für uns einen Geradeausanflug auf die 29 mit T&G, der uns vom Controller auch sofort und freundlich stattgegeben wurde, Domi und Günther waren währenddessen schon auf der 25 gecleared. Anschließend – nach dem Abheben – sollten wir uns dann auch in die rechte Platzrunde für die 07 eingliedern und dort auch nochmal einen T&G zu machen. Der Anflug war okay, die Landevorbereitungen bereits abgeschlossen und Kim setzte die Cessna sauber geflared um Haaresbreite 🙂 neben der Centerline auf.

Dann wurde es aus bisher unerfindlichen Gründen jedoch etwas sketchy, weil die Maschine beim Durchstarten nicht sofort das Gas wieder annahm und etwas stotterte. Es ist nicht leicht, beim Anblick an das stetig kürzer werdende Ende der Piste nun eine richtige Entscheidung zu fällen – trotzdem durchstarten oder aber Abbruch des Startlaufs??! Der Motor fing sich auch wieder nach ein paar Sekunden und wir hoben wieder ab in die Lüfte, allerdings mit einer Steigleistung, deren geringes Ausmaß wir bis jetzt noch nicht verstehen konnten und diese Platzrunde dann ein etwas mulmiges Gefühl bei uns hinterließ. Die Drehzahl war nicht zu 100% die, die sie hätte sein sollen und anstatt der normalen 600 ft Steigrate kamen wir gerade mal so auf 300 Füße pro Minute, sodaß wir noch nicht mal wirklich die vorgeschriebene Platzrundenhöhe erreichen konnten und uns dazu entschlossen, auf weitere T&Gs zu verzichten. Wir waren beide ziemlich froh, daß dieser Flug vorbei war.

In Gainesville ist es ziemlich cool, was die Betreiber dort für ihre Gäste tun. So gibt es z.B. neben gratis Getränken auch ein sog. „Courtesy Car“, welches von den Piloten ausgeborgt werden kann, um z.B. zum Mittagessen in die Stadt zu fahren – alles völlig umsonst! So machten wir es dann auch und fuhren mal in Richtung Uni-Viertel in Gainesville, weil uns dort von der freundlichen jungen Dame am Flughafen einige gute Läden empfohlen wurden.

Anschließend machten wir die Maschinen wieder startklar, checkten nach allen Ruder- und Steuerflächen noch den Ölstand und die Bereifung und los ging es schon wieder in Richtung St. Augustine. Kim entschied sich jedoch zu einem „Short-Field-TakeOff“, um evtl. erneute Probleme mit der Motordrehzahl früher erkennen zu können und noch ein paar Meter hintenraus gut zu machen. Das bedeutet, daß man beim anfänglichen ausrichten auf die Mittenlinie der Startbahn voll in den Bremsen steht, das Gas bis zum Anschlag reinschiebt und wartet, bis die sog. „TakeOff-Power“ gesettet ist, anschließend löst man die Bremse ruckartig und schnellt nach vorne. Durch diese Methode spart man sich dann den einen oder anderen Meter hintenraus und kann dies ggfs. auch noch durch Setzen von kleinen Landeklappen bestärken, weshalb sie auch des häufigeren auf kleinen Flugplätzen mit kurzen Bahnen angewandt wird, um schnell in die Luft zu kommen und somit auch die Hindernisfreihöhe zu erreichen.

Jedenfalls verlief dieser Flug problemfrei, wir erbitteten beim Tower noch einen Geradeausabflug in Richtung Westen, um dort noch ein wenig Zeit zu sammeln – wir hatten die Maschine ja sowieso bis Sunset gebucht und da hätten wir einfach Zeit hergeschenkt wenn wir jetzt sofort heimgekehrt wären. Haben also die Gegend um Gainesville noch ein wenig erkundigt, sind über die Stadt über die großen Footballstadien geflogen (siehe Fotos) und so Sachen eben.

Beim rausrollen zur Startbahn passierte mir noch eine ziemlich blöde Sache: Ich hatte das Fenster geöffnet, um noch etwas Luft reinzulassen. Es hatte ja gute 32°C draußen! Auf dem Taxiway wollte ich es schließen und merkte aber, daß es am Rahmen irgendwie festhing und ich die Tür dafür nochmal öffnen musste. Dumm nur, daß all meine Abflugblätter auf meinem Schoß lagen und ich das vercheckt hatte. Natürlich kam es wie es kommen mußte und es zog mir sämtliche Papiere aus dem Flieger raus, raus auf den Rollweg. Scheeeeiiiiißßßßßeee verdammt!  😀 Schnell noch reingefunkt, daß wir stoppen müssen und ich aussteigen muß um das Zeug wieder einzusammeln, das durch den ja laufenden Propeller inzwischen schön verteilt wurde und ich so meine Mühen hatte, das mitten im Gefecht alles wieder einzusammeln. Es muß ungefähr so ausgesehen haben, wie man es bei diesen „Versteckte Kamera“-Clips immer sieht, wenn Passanten im Kaufhaus dem an eine Schnur gebundenen Geldschein nachrennen..  LOL   Der Applaus der nächsten Maschine hinter mir war mir jedenfalls sicher, ohh Gott wie peinlich.

Abends dann mußten wir nochmal zu „WinnDixie“ zum einkaufen und machten dann anschließend daheim alle ’nen großen Chillinger. Die Erschöpfung war wohl jedem ins Gesicht geschrieben.

Fotos müssen wir eben noch ein paar zusammenstellen, die folgen dann in Kürze..

Muß kurz noch etwas loswerden: Anna, ich liebe Dich! 🙂 Und auch die restlichen Jungs, zumindest die, die fest in Ketten sind :), grüßen von ganzem Herzen ihre Mädels da draußen auf der anderen Seite des großen Teichs.

M.

 

Anbei noch das Flughafen-Chart von Gainesville mit unseren Wegen (rot = Anflug; grün = Abflug). Es sind mehrere An- & Abflüge eingezeichnet. Man erkennt schon die Vielzahl an Wegen und Kreuzungen hier, da darf man ganz schön aufpassen mit Freigaben, Verkehr, Verwechslung etc.!

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Kommentare
  1. Anna sagt:

    Ich dich auch mein Schatz 😡

  2. Anna sagt:

    Ihr müsst eure Smileys ändern!!!! wie sieht das denn aus??? 😡
    Und ich habe BITTE einen Bildwunsch! :
    mehr Bilder vom Haus und dem Strand!!!! 🙂
    Und nem Cadillac falls Ihr einen seht 🙂
    Merci beaucoup et des bisous à mon Chou
    ( et aux autres )

  3. Marion Rüther sagt:

    ja, das wünsche ich mir auch, ein paar Bilder vom Innenleben Eurer Wohnung. Aber ansonsten fühle ich mich sehr gut informiert, nur man kann ja nie genug Bilder gucken. Vielleicht auch von Hooters oder wo Ihr sonst so Eure Freizeit verbringt!
    Ich wünsche Euch noch viel Spaß und vielleicht schenkt Ihr Kim Eure „Vergebung“ für seine schwierige Kamerasuche zum Geburtstag. Alles Gute, Marion (Mama Kim)

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